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Quartalszahlen: Trotz Rekordjahr enttäuscht Apple die Erwartungen

Apple hat zwei Wochen nach dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs seine Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vorgelegt. Diese sind mit einem Umsatzwachstum von 39 Prozent auf 28,3 Mrd. USD neue Rekordzahlen, denn im vierten Quartal des Vorjahres hatte Apple 20,3 Mrd. USD umgesetzt. Das Konzernergebnis wuchs von 4,3 Mrd. USD um 54 Prozent auf 6,6 Mrd. USD beziehungsweise 7,05 USD pro Aktie (im Vorjahr waren es 4,64 USD).

Dennoch konnte Apple zum ersten Mal seit Jahren nicht die hohen Erwartungen von Anlegern und  Analysten erfüllen. Sie waren an extrem starke Zuwächse des Konzerns gewöhnt und nun enttäuscht von den Zahlen Apples für das vierte Geschäftsquartal. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz um 29,6 Milliarden US-Dollar und einem Konzernergebnis von 7,38 USD je Aktie gerechnet. Dies führte nach Bekanntwerden der Zahlen zu einem nachbörslichen Fallen des Kurses um mehr als 6 Prozent. Zuvor hatten bereits einige Analysten davor gewarnt, dass die Apple Aktie zu euphorisch bewertet worden sei und schon bald wieder unter 400 USD fallen werde.
Vor allem die Verkaufszahlen des iPhone-Handys enttäuschten. Apple verkaufte von diesen mit 17,0 Millionen zwar immer noch 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jedoch konnten die hohen Verkaufszahlen des Vorquartals und die erwarteten Verkäufe von bis zu 22 Millionen Geräten nicht erreicht werden. Scheinbar hatten viele Kunden auf das neue iPhone 4S gewartet. Dies wurde aber erst kürzlich herausgebracht. Da konnte auch ein starker Anstieg der Mac-Computerverkäufe um 27 Prozent auf 4,9 Millionen Geräte die Anleger nicht über Enttäuschung der iPhone-Zahlen hinweghelfen.

Der neue Konzernchef Tim Cook bleibt jedoch optimistisch. Er erwarte im Dezember-Quartal einen Rekord bei iPhone-Verkäufen, ließ der Nachfolger von Steve Jobs verlauten. Schon am ersten Wochenende hatte Apple mehr als vier Millionen des neuen iPhone-4S verkaufen können. Auch die Prognose des Apple-Konzern liegt mit 37 Milliarden Dollar Umsatz und 9,30 Dollar Gewinn pro Aktie weit über den Erwartungen der Analysten. Cook versprach in der Telefonkonferenz weitere Zuwächse und sprach davon, “fantastische Sachen in der Pipeline” zu haben.
Außerdem verkaufte Apple 11,1 Millionen iPads und verbuchte somit im vierten Geschäftsquartal einen Anstieg von 166 Prozent der iPad-Verkäufe. Damit setzte Apple seit dem Start im Frühjahr 2010 rund 40 Millionen iPads ab und dominiert weiterhin das Geschäft mit dieser neuen Geräteklasse. Cook prognostizierte, dass der Tablet-Markt auf Dauer größer sein werde als der PC-Markt. Die einzig rückläufige Verkaufszahl ist die des iPod-Musikspielers. Sie ging um 27 Prozent auf 6,6 Millionen zurück. Grund dafür sei, dass viele Menschen inzwischen ihre Musik lieber über das Smartphone hören.

Nachdem letzte Woche in den USA die Berichtssaison begonnen hatte, wurden bereits die Zahlen vieler Konzerne für das dritte Quartal bekannt gegeben. Google stellte mit einer Gewinnsteigerung von mehr als einem Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum alle anderen Quartalszahlen in den Schatten. PepsiCo hatte seinen Gewinn leicht erhöhen können, während der Aluminiumhersteller Alcoa trotz hoher Gewinne insgesamt enttäuschte.

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