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Weltwirtschaftlicher Preis 2010 verliehen

Weltwirtschaftlicher Preis 2010 - Gruppenfoto der Preisträger

Weltwirtschaftlicher Preis 2010 - Gruppenfoto der Preisträger

Am gestrigen Sonntag wurde am Vormittag im Institut für Weltwirtschaft mit Unterstützung der Landeshauptstadt Kiel und der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein der Weltwirtschaftliche Preis 2010 verliehen.

Die Preisträger des Weltwirtschaftlichen Preises 2010 sind Pascal Lamy (Generaldirektor der WTO), Professor Paul Krugman (Wirtschaftsnobelpreisträger) und die Unternehmerin Dr. Liz Mohn (Bertelsmann).

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) würdigt mit dem weltwirtschaftlichen Preis, der jährlich zur Kieler Woche stattfindet, Ökonomen, Unternehmer und Politiker die sich, wie die drei Preisträger, für Marktwirtschaft, tatkräftiges unternehmerisches Handeln im Zusammenspiel mit ausgeprägtem gemeinnützugen Engagement verdient gemacht haben. Professor Dennis Snower, Präsident des IfW, sprach in diesem Zusammenhang von einer Synthese von wirtschaftlicher Effizienz und sozialer Verantwortung.

Die Festansprache wurde von Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble gehalten. Weitere Redner waren Torsten Albig (Oberbürgermeister von Kiel) und Peter Harry Carstensen (Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein).  Die Laudationes zu Ehren der Preisträger hielt der Präsident des IfW Professor Dennis Snower. Selbstverständlich kamen auch die Preiträger Lamy, Krugman und Mohn zu Wort.

Oberbürgermeister Albig ging in seiner Rede auf den Euro ein und stellte die Frage, wie die Eurokrise gelöst werden könne. Und beim Thema der Ausgabenbegrenzung stellte er das Festhalten an den 16 Bundesländern mit den damit 16 eigenständigen Behörden infrage.

“Wir fahren einen konsequenten Konsolidierungskurs”, sagte Ministerpräsident Carstensen. Weiter sprach er über die Verschuldungsquote Schleswig-Holsteins, die in Relation zum Bruttoinlandsprodukt erschreckende Dimensionen erreicht habe und von einst 30 Prozent im Jahr 1975 auf mittlerweile 89 Prozent gestiegen ist. Für 2017 werde mit einer Quote von 115 Prozent gerechnet. Das wäre dann ein Wert, der momentan auch in Griechenland herrscht.

Bundesfinanzminister Schäuble machte deutlich, dass er sich auch weiter für wirksame Regeln auf den Finanzmärkten einsetzen werde und widmete sich in diesem Zusammenhang den Themen Deregulierung und Regulierung. Beides könne auch übertrieben werden. “Aber mit Übertreibung zerstören wir alles”, sagte Schäuble. Er verteidigte den Kurs, dass im nächsten Jahr mit dem Herunterfahren des Haushaltsdefizits begonnen werde. Weiter erteilte er Torsten Albig eine klare Zurechtweisung aufgrund dessen vorheriger Aussage bezüglich den seiner Meinung nach überflüssigen Strukturen der 16-fachen Behörden.

IwF-Präsident Snower sagte, dass Wohlstand und Gerechtigkeit Regeln brauchen. Und WTO-Chef Lamy fügte in seiner Rede hinzu, dass Handel Wohlstand bedeuten würde. Daher sei es wichtig, dass Handelsbarrieren überwunden werden.

IfW-Präsident Professor Dennis Snower

IfW-Präsident Professor Dennis Snower

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

WTO-Chef Pascal Lamy

WTO-Chef Pascal Lamy

Wirtschaftsnobelpreisträger Professor Paul Krugman

Wirtschaftsnobelpreisträger Professor Paul Krugman

Weltwirtschaftlicher Preis 2010

Weltwirtschaftlicher Preis 2010

(Fotos: GOYAX)

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