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Zwischenbilanz nach begonnener Berichtssaison

Nachdem letzte Woche in den USA die Berichtssaison startete, lohnt es sich, eine erste Zwischenbilanz der veröffentlichten Quartalszahlen zu ziehen.

Der Aluminiumhersteller Alcoa gab am Dienstag als erstes US-Unternehmen seine Zahlen für das dritte Quartal bekannt – und enttäuschte. Zwar lag der Gewinn für das abgelaufene Quartal bei 172 Mio. USD gegenüber 61 Mio. USD im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Jedoch lag der Gewinn im zweiten Quartal 2011 noch bei fast dem Doppelten zu dem des dritten Quartals. Dies zeigt eine deutliche Abschwächung im Verlauf diesen Jahres, so Alcoa. Dieser Trend werde sich wahrscheinlich fortsetzen, wozu vor allem die geringere Nachfrage aus Europa und Nordamerika beitrage. Ein Preisrückgang sei ebenfalls zu verzeichnen.

PepsiCo veröffentlichte seine Quartalszahlen am Mittwoch und konnte seinen Gewinn im dritten Quartal leicht von 1,92 Mrd. USD auf 2,00 Mrd. USD steigern. Vor allem erhöhte Umsätze und die Übernahme des russischen Getränkeunternehmens Wimm-Bill-Dann sorgten für diesen Gewinn. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 17,58 Mrd. USD zu.

Die Quartalszahlen von Google hingegen stellten den leichten Gewinn von PepsiCo in den Schatten. Trotz hoher Investitionen in neue Produkte wie das Online-Netzwerk Google+ oder das Mobilfunk-Betriebssystem Android gelang es dem Konzern, im dritten Quartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 2,7 Milliarden USD zu steigern. Dies sind umgerechnet rund 2 Milliarden EUR. Grund für den deutlichen Gewinn waren vor allem die hohen Werbeeinnahmen.

Im Vergleich dazu waren die Quartalszahlen von JP Morgan leicht enttäuschend. Zwar verdiente das US-Institut mit einem Gewinn von 1,02 USD je Aktie mehr als von Analysten prognostiziert, die mit 0,91 USD je Aktie gerechnet hatten. Bankchef Jamie Dimon gab jedoch zu, dass der Gewinn nicht in Bezug zu den zugrundeliegenden Unternehmungen der Bank stehe. Der Überschuss lag bei 4,3 Mrd. USD zwar fast den Vorjahreswert von 4,4 Mrd. Von diesem Gewinn verdankt die US-Bank jedoch 1,9 Mrd. der Neubewertung ihrer Schulden. Die Einnahmen lagen somit bei 24,4 Mrd. USD. Vor allem die Schuldenkrise wirkt sich negativ aus, so dass die allein die Gebühreneinnahmen im Investmentbanking um fast ein Drittel zurückgingen. Insgesamt verschreckten die Quartalszahlen von JP Morgan die Anleger und ließen die Bankaktien an der Wall Street kurzzeitig fallen.

Der Spielwaren-Hersteller Mattel hingegen konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 2,0 Mrd. Dollar steigern. Vor allem die Vermarktung der Spielzeuge aus dem Trickfilm “Cars 2″ führten zu dem Anstieg und ließen unterm Strich einen Gewinn von 301 Mio. Dollar übrig. Dies ist ein Plus von 16 Prozent.

Die ersten deutschen Quartalszahlen wurden ebenfalls letzte Woche bekannt gegeben. SAP legte am 14. Oktober seine Zahlen vor und läutete damit die Berichtssaison in Deutschland ein. Der Konzern  steigerte seinen Umsatz um 14 Prozent auf 3,41 Mrd. EUR.Besonders positiv wirkten sich die Erlöse aus dem Verkauf neuer Lizenzen für Unternehmens-Software aus. Die Software- und Service-Erlöse einschließlich der Wartungsdienste legten währungsbereinigt um 18 Prozen auf 2,69 Mrd. EUR zu.

Die Douglas Holding AG verfehlte wegen stockender Auslandsgeschäfte sein Umsatzziel knapp. Laut vorläufiger Zahlen stieg der Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2010/11 um 1,8 Prozent auf knapp 3,4 Mrd. EUR. Ziel sei ein Wachstum zwischen zwei und vier Prozent gewesen, so der Konzern. Die Onlineumsätze hingegen konnten sogar um rund 27 Prozent zulegen mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 6 Prozent.

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